0.7 km, n/a

Auf zum Drachenpfad: Kunst im Wald von Mefferscheid Der Welkenraedter Künstler Eric Hagelstein hat im Auftrag der Forstverwaltung das rund hundertjährige Arboretum durch seine Skulpturen aufgewertet.

Im Jahr 1901 pflanzte die damalige Forstverwaltung das Arboretum von Mefferscheid, um den Wuchs von verschiedenen fremdländischen Baumarten auf dem kargen Boden des Hertogenwaldes zu testen. Die hundertjährige Versuchspflanzung erstreckt sich über eine Gesamtfläche von fünf Hektar und umfasst hauptsächlich Nadelhölzer aus Nordamerika, Asien und Europa. Die letzten hundert Jahre haben allerdings auch bei diesem Pflanzenbestand Spuren hinterlassen. Zwei Weltkriege und zahlreiche Stürme haben die einst zahlreich gepflanzten Setzlinge dezimiert. Dennoch sind noch viele verschiedene Baumriesen vorhanden. Unter ihnen sind auch seltene Besonderheiten zu bestaunen.

Allerdings erfreute sich dieses botanische Experimentierfeld in letzter Zeit keiner besonders großen Bekanntheit. Das soll sich nun ändern. Um das Arboretum aus seinem Dornröschenschlaf wachzuküssen, hat sich die Forstverwaltung etwas Ungewöhnliches einfallen lassen. Sie suchte die Zusammenarbeit mit einem Welkenraedter Künstler Eric Hagelstein. So entstand in dem Arboretum ein Pfad von rund einem Kilometer Länge, der von insgesamt neun Kunstwerken gesäumt wird. Die erste Arbeit gibt dem Weg seinen malerischen Namen: »Drachenpfad«.

In leicht erhöhter Position schlängelt sich ein Lindwurm auf einem Erdwall dahin. Er misst von der Schwanzspitze bis zur Schnauze 38 Meter. Zahlreiche Holzzylinder bilden seine Wirbel, die auf Metallstäben befestigt sind und sich im Wind wiegen - er bewegt sich also Drache, kriecht langsam über die Anhöhe. In dem davor angelegten Teich spiegelt sich das Holzungetüm. Künstler und Forstverwaltung legen Wert darauf, dass für das Projekt keine gesunden Bäume behandelt worden sind.

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