Franz Liszt – Synonym für Virtuosität, Strahlkraft und europaweite Begeisterung. Doch abseits der bekannten Rhapsodien und spektakulären Etüden zeigt sich ein anderer Liszt. Rafael Theissen und Romain Dhainaut richten den Blick auf den späten Komponisten, der das Effektvolle hinter sich lässt und eine intime, nach innen gerichtete Klangsprache entwickelt. Diese Musik will nicht überwältigen, sondern berühren – und weist bereits weit in die musikalische Moderne des 20. Jahrhunderts voraus. Hier setzt auch die Wiederentdeckung Adolphe Biarents an: Der Hennegauer schuf mit seiner Sonate für Violoncello und Klavier ein intensives Werk, das die seelischen Erschütterungen des Ersten Weltkriegs spürbar macht, dabei aber immer Raum für Hoffnung lässt.
Franz Liszt, gefeierter Virtuose Europas, zeigt in seinen späten Werken eine zurückhaltende, persönliche Klangwelt, die berührt und bereits auf die Musik des 20. Jahrhunderts verweist. Rafael Theissen und Romain Dhainaut spielen dazu Biarents kraftvolle Cellosonate.
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11h00 13. September 2026 Alter Schlachthof Rotenbergplatz 17 4700 Eupen