"Eva" ist der Titel des neuesten Albums von Cristina Branco. Die Platte macht deutlich, dass Cristina Branco definitiv eine der wichtigsten Persönlichkeiten der portugiesischen Musik der letzten Jahre ist. Im Laufe ihrer Karriere wurde sie mit der "Menina" (Bestes Album des Jahres 2017 der Portugiesischen Gesellschaft der Autoren) ausgezeichnet und für den Golden Globe als beste Einzelinterpretin nominiert.) Shows in ganz Europa zeigen, dass ihr "Fado-Jazz" Fahrt aufnimmt.

 

Cristina Branco (geb. 1972, Almeirim, Portugal) lebt und atmet Fado. Es waren glückliche Umstände, die die Fado-Musik in Cristinas Leben treten ließen, und gleichzeitig war es ihr ästhetischer Mut und ihr einzigartiger Interpretationsstil, die dem traditionellen Fado neue Impulse verliehen.

„Es begann spielerisch als Liederabend unter Freunden“, erinnert sie sich gerne. Nichts deutete in ihrer Jugend darauf hin, dass sie mal zu Portugals bedeutendsten Fado-Sängerinnen gehören würde. Zu dieser Zeit fühlte sie sich mehr von Billie Holiday, Ella Fitzgerald, Janis Joplin und Joni Mitchell als von Amália Rodrigues angezogen. Als ihr Großvater ihr zum 18. Geburtstag Amália Rodrigues‘ Platte ‘Rara e Inédita‘ schenkte, hatte sie keine Ahnung wie sehr diese nicht sehr bekannte Aufnahme der größten Fado-Diva ihr Leben verändern würde.

Selbst einige Monate vor ihrem allerersten Auftritt in Amsterdam hat sie sich in ihrer Eigenwahrnehmung nicht als Sängerin gesehen. Ihr Hauptaugenmerk lag in dieser Zeit darauf, die Kunst des Journalismus zu praktizieren. Das ist vielleicht der Grund, warum sie den Worten auf ihren Alben und in all ihren Projekten so viel Bedeutung beimisst.

Sie ist eine Sängerin, die mit Leidenschaft die Verse von Dichtern vertont. Die besten, die Portugal zu bieten hat (Camões, Pessoa, David Mourão-Ferreira, José Afonso…) finden bei ihr Gehör, aber genauso solche aus anderen Ländern (Paul Éluard, Léo Ferré, Alfonsina Storni, Slauherhoff)

Cristina schafft auf ihre Art einen Gesamtüberblick über das poetische und literarische Erbe Portugals. Ohne einen naiven Bruch mit der Tradition zu vollziehen, sucht sie stattdessen nach dem Besten in dieser Tradition und haucht ihr mit ihrer Originalität neues Leben ein.

Auf all ihren Alben war sie bestrebt eine intime Beziehung zwischen den Texten und der dem Fado innewohnenden Musikalität zu schaffen. Cristina Branco ruft alle Emotionen hervor, die dieses Genre zu bieten hat. Zusammen mit anderen jungen Musikern, die seit Mitte der 1990er Jahre im Fado ihre eigene Art gefunden haben, sich auszudrücken (und damit zu einer erstaunlichen Wiederbelebung der in Lissabon beheimateten Gesangsform beigetragen haben), hat Cristina Branco ihre eigene Reiseroute festgelegt, bei der der Respekt vor der Tradition Hand in Hand mit dem Wunsch nach Innovation geht. Auch wenn nichts in ihrem frühen Leben darauf hindeutete, dass Cristinas Schicksal im Fado lag, ist heute klar, dass sie einen Stil geschaffen hat, der beispiellos und einzigartig ist.

 

Information

20h00 20. April 2021 Alter Schlachthof Rotenbergplatz 17 4700 Eupen

Veranstaltungsort

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