FILMTAGE Filmabend: „Heimat am Rande“ – Ein Film von Wisam Zureik
Kultur

FILMTAGE Filmabend: „Heimat am Rande“ – Ein Film von Wisam Zureik

Wann?

10. Nov 2019, 19h00

Wo?

Alter Schlachthof - Eupen

Beschreibung

In der eigenen Heimat unterdrückt zu werden, das ist trauriger Alltag für die palästinensische Minderheit in Israel. Der Film zeigt tief bewegende Lebensgeschichten und ehrliche Portraits von Menschen, deren Schicksal tausende Palästinenser teilen.

Im Anschluss Austausch mit dem Regisseur Wisam Zureik sowie mit dem Islamwissenschaftler und dem interkulturellen Trainer Markus Reissen.

Heimat am Rande

Ein Film über drei Palästinenser in Israel: Noman ist 18 und lebt in dem arabischen Dorf Wade el Neam in der israelischen Halbwüste. Der Staat Israel erkennt dieses, ebenso wie weitere 39 Dörfer, nicht an. Über 100.000 Menschen haben so keinen Zugang zu Wasser, Strom, Straßen, Bildung. Gamileh aus Arrabeh in Nordisrael hat ihren 17-jährigen Sohn Asiel im Jahr 2000 verloren. Als Aktivist der Friedensorganisiation „Seeds of Peace“ wurde er während einer Demonstration im Jahr 2000 vor ihren Augen von israelischen Polizisten erschossen. Taisier aus Akka am Mittelmeer ist mit einer Palästinenserin aus dem Westjordanland verheiratet. Obwohl sie eine Aufenthaltserlaubnis für Israel erhalten hat, besitzt sie in Israel kaum Rechte. Dabei wollen sie nur eines: Ein würdevolles Leben mit ihren gemeinsamen Kindern führen.

Über den Film

Regisseur Wisam Zureik – selbst in Israel geborener Palästinenser – bietet mit seinem Film einen tiefen, aufschlussreichen und anregenden Einblick in die Lebensumstände der Protagonisten. Der Film eröffnet einen neuen Blickwinkel auf die Situation der palästinensischen Minderheit in Israel. Er zeigt keine politischen Hintergründe und zeichnet so ein anderes, ein emotionales Bild: einen Kontrast zu den gewohnten Nachrichtenbilder über Eskalation der Gewalt. Ganz ohne Propaganda, dafür mit einer umso eindrucksvolleren Bildsprache, erzählt er von Marginalisierung, Gerechtigkeit, Trauer, Liebe, Wut und Hoffnung. Gefördert durch die Film und Medienstiftung NRW, Brot für die Welt, Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie von vielen Crowdfundern.

Länge: 52 Minuten | Originalsprache: Arabisch | Untertitel: Deutsch

Markus Reissen

Der Islamwissenschaftler und Ethnologe beschäftigt sich schon seit über 15 Jahren mit dem Themenkomplex Interkulturalität und Migration. Er wird an dem Abend die Diskussionsrunde leiten.

Kontakt

Telefon
+32 (0) 87 / 59 46 20
Webseite
www.alter-schlachthof.be

Anfahrt

Veranstaltungsort

Alter Schlachthof

Rotenbergplatz 17
4700 Eupen

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